Wie eine Petition für Wirbel sorgt – Ein paar Statistiken

Als Franziska Heine am 22.04.09 ihre Petition gegen die Einführung von Internetsperren im Portal des Bundestages eingetragen hat, hat sie nach eigenem Bekunden selbst nicht mit solch einer Medienwirkung gerechnet. Die Mitzeichnungsfrist endete nun am 16.06.2009 und es fanden sich über 134.000 Mitzeichner (genau 134.015; laut der Übersicht der Mitzeichner sogar 137.389) eingetragen haben, mehr als Menschen denen die Art und Weise – welche von unseren Politikern zur Zeit aufgrund wahlkampfpolemischen Verhaltens und blindem Aktionismus an den Tag gelegt wird – nicht gefällt.

Wie die der Text der Petition schon ausdrückt, sind die Mitzeichner keineswegs gegen die Bekämpfung von Kinderpornografie. Jedoch sollte dies mit den bereits effektiveren und schon existierenden Methoden – wie dies der CCC schon belegt hat – durchgeführt werden.

Leider wird diese – doch deutliche – Stimme nicht gehört und auch nicht ernst genommen, wie das heute von der Zeit veröffentlichte ‚Streitgespräch‚ zwischen Franziska Heine und Familienministerin Ursula von der Leyen, liebevoll  😉 Zensursula genannt, beweist.

Viel wurde schon über die Zahlen des BKA und von Frau von der Leyen diskutiert, wiederlegt, schöngeredet und verdreht. Meinungsforscher suchten mit Suggestivfragen nach Unterstützern …

Mich hat nun mal die Aufteilung der Stimmen interessiert.

Aus den Informationen der herunterladbaren CSV-Datei habe ich mir selbst eine Datenbank erstellt, diese um Schreibfehler und Scherzeinträge bereinigt und entsprechende Auswertungen nach Bundesland, Land und Zeichnungsdatum vorgenommen. (Die Daten erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.)

Hier nun mal das Ergebnis:

Gute uns lesenswerte Artikel zum Gesamtthema finden sich unter:

Netzsperren: Wie man eine Generation verliert

Die Generation C64 schlägt zurück

Netzsperren: Von der Leyens unseriöse Argumentation

Wo stehen die Server die in Europa blockiert werden?

Woher wissen sie, was sie tun?

Wer mehr hat, immer her damit!

Und immer wieder lesenswert: Netzpolitik.org